Notebooks

Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo (2/4)

Lenovo IdeaPad S10e

Der Lieferumfang des IdeaPads ist mager und auf das Nötige beschränkt. Neben dem Gerät selbst samt Akku und Netzteil finden sich nur Dokumentationsmaterial und eine Recovery-DVD zur Wiederherstellung des Betriebssystems.

Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo

Lenovos Netbook ist sowohl in weiß als auch in schwarz erhältlich, vereinzelt auch in Farben wie blau, rot und pink. Für den Test liegt uns die schwarze Ausführung vor. Ausgeliefert wird es entweder mit inux oder Windows XP in der Home-Edition.

Insgesamt ist die Gestaltung des Netbooks zwar eher schlicht, hierdurch vermittelt es jedoch einen eleganten und hochwertigen Eindruck. Die Oberflächen des Gehäuses sind mattiert, sodass Fingerabdrücke weniger auffällig sind als auf glänzendem Material. Hochglänzend ist jedoch der Monitor. Lenovo verbaut ein 10,1 Zoll Display mit der selbst für Netbooks ungewöhnlichen Auflösung von 1024x576 Pixeln. Der Rahmen um das Display ist rechts und links nur rund 1,3 Zentimeter breit – für eine Netbook vergleichsweise schmal. Insgesamt ist das S10e sehr handlich – mit 25 Zentimeter Breite ist es rund 2,5 Zentimeter schmaler als der EeePC 1000H von Asus.

Im Inneren arbeitet beim Lenovo, wie bei fast allen Netbooks am Markt, ein Atom N270 von Intel, der mit 1,6 GHz getaktet ist und wie der inzwischen lange vom Markt verschwundene Pentium 4 Intels Hyper-Threading-Technologie unterstützt, bei der dem Betriebssystem ein zweiter Prozessorkern vorgegaukelt wird, um die Rechenleistung der CPU besser ausnutzen zu können. Unterstützt wird er hierbei von 1,5 GByte Arbeitsspeicher – wobei 512 MByte fest auf dem Mainboard verlötet sind und das restliche Gigabyte in Form eines DDR2-SO-DIMMs wie gewohnt gesteckt ist. Als Festspeicher kommt eine 160 GByte fassende, mechanische 2,5 Zoll SATA-Platte zum Einsatz. Auch weitere Ausstattungsmerkmale wie WLAN, Bluetooth und ein Cardreader für SD-Karten fehlen nicht. Die eingebaute Webcam löst mit 1,3 Megapixeln auf.

Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo

Mit Anschlüssen hat Lenovo etwas gespart: Am Gerät finden sich nur zwei statt der sonst bei Net- und Notebooks üblichen drei USB-Schnittstellen. Ansonsten finden sich ein VGA- Ausgang, Ethernet-Schnittstelle sowie Kopfhöreraus- und Mikrofoneingang.

Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo

Eine Besonderheit hat das Gerät jedoch: Es verfügt über einen 34mm ExpressCard-Steckplatz, über den Erweiterungskarten wie zum Beispiel ein UMTS-Modem ergänzt werden können.

Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo

In Deutschland wird Lenovos Netbook bis auf eine abgespeckte Variante mit einem 6-Zellen-Akku verkauft. Dieser ragt hinten rund 2 Zentimeter über das Gerät hinaus, sorgt jedoch im Vergleich zum 3-Zellen-Akku für erhöhte Laufzeit. Unser Testkandidat schaffte mit einer Akkuladung des 6-Zellen-Akkus respektable 4:15 Stunden. Mit Akku wiegt das Gerät knapp 1300 Gramm, möchte man das Netzteil mitführen, kommen nochmal 300 Gramm hinzu.

Klein und handlich: Zwei Netbooks von Asus und Lenovo
oben Gerät mit 3-Zellen-Akku, darunter mit 6-Zellen-Akku

Sehr klein ist das Touchpad ausgefallen: Die aktive Fläche misst gerade einmal 55x25 Millimeter, bei Asus sind es in jede Richtung 12 Millimeter mehr. Man kann sich zwar an die Arbeit hiermit gewöhnen, optimal ist dies jedoch nicht. Etwas Gewöhnung erfordert auch die Tastatur: Zwar sind die einzelnen Tasten nicht kleiner als bei anderen Netbooks, jedoch hat Lenovo an einigen Stellen das Tastaturlayout geändert. Dran glauben mussten hierbei die Taste F12 und die spitzen Klammern – diese Funktionen sind erst durch Tastenkombination mit der Funktionstaste erreichbar.

Die Leistung unterscheidet sich im Vergleich zum EeePC 1000H nicht wesentlich – was bei ähnlicher Ausstattung auch nicht anders zu erwarten war. Unter Normalbedingungen ist das IdeaPad praktisch unhörbar, nach längerem Betrieb oder bei stärkerer Auslastung springt der Lüfter deutlich hörbar an, wenn zum Teil auch nur für wenige Sekunden, um dann wenig später von Neuem anzulaufen.

Erfreulich einfach lassen sich die wichtigsten Komponenten erreichen und austauschen: Unter einer von zwei Schräubchen gehaltenen Klappe befinden sich Festplatte und Arbeitsspeicher. Zwar lassen sich auch bei der Konkurrenz von Asus diese Bauteile gut erreichen, selbstverständlich ist dies für Netbooks jedoch nicht.
 

 
Informationen
Kategorie:

Notebooks

Autor:

Nils F. Dickmann

Publiziert:

09.02.2009

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