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Parsytec

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Parsytec AG
Parsytec-Logo
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Unternehmenssitz Aachen, Deutschland
Website www.parsytec.de
Firmengebäude in Aachen
Firmengebäude in Aachen

Die Firma Parsytec AG mit Sitz in Aachen ist ein deutscher Hersteller von Software-Lösungen für die Papier- und Stahlindustrie. Bekannt geworden ist Parsytec Ende der 80-er Jahre als Hersteller von Parallelrechnern. Das Unternehmen wurde Mitte 1999 an der Börse im ehemaligen Neuen Markt eingeführt (WKN: 508990 – neu A0JQ4J) und beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter.

Im Juli 2007 wurde Parsytec von der ISRA VISION AG übernommen. Die resultierende Organisation wird mit 350 Angestellten und 70 Mio. EUR Umsatz pro Jahr leistungsfähigster Lieferant von Kamera-basierter Inspektionstechnologie sein. Der Zusammenschluss beider Unternehmen trägt zu erhöhter Effizienz und einer Stärkung des Marktauftrittes bei. Sehr kurzfristig werden die Stärken beider Unternehmen genutzt, um bisherige Erfolge weiter auszubauen.

Das Kerngeschäft der Parsytec AG sind Entwicklung und Vertrieb von Oberflächeninspektionssystemen für Bahnwaren in der Metall- und Papierindustrie, die im Gegensatz zu sämtlichen konkurrierenden Verfahren mit Flächenkameras anstelle von Zeilenkameras arbeiten und deren Bildverarbeitung durch reine Software statt kombinierter Hardware-Software-Lösungen bewerkstelligt wird. Die Vorteile dieser Technologie liegen in vorgeblich einfacher und flexibler Handhabung.

Derzeit steht das Parsytec Inspektionsprodukt espresso dem ehemaligen Konkurrzenzprodukt Smash der ISRA gegenüber. Während sich espresso durch umfangreiche Software-Tools in HTx auszeichnet, setzt Smash auf Zeilensensoren auf den etablierten Industriestandard, weist aber als das neuere Produkt Rückstände im Software-Lieferumfang auf. Es wird damit gerechnet, dass ein zukünftiges Produkt den Smash-Sensor mit der HTx-Software kombinieren wird (entsprechende Vorankündigungen liegen vor). Aufgrund von Funktionalitäten wie WEB-Zugriff auf Inspektions- und Qualitätsdaten, intuitivem Klassifikatorbau sowie kundenspezifischen Anwendungen wird diese Produktpalette als die weltweit schnellste und benutzerfreundlichste Inspektionslösung betrachtet. Die innovative Quality Yield Software-Plattform parsytec 5i ermöglicht den Kunden, auf einfache Art und Weise individuelle Prozessoptimierungsanwendungen für die Erhöhung der Ausbringung und des Gewinns zu erstellen, indem Oberflächenqualitätsdaten mit Prozessdaten integriert werden.

Derzeit verfolgt ISRA die Strategie, Parsytec in deren Märkten Stahl und Papier ihre Produkte HTx und parsytec 5i weiterhin exklusiv vertreiben zu lassen, und in ihren Märkten (insb. Plastik und Nonwovens) das Smash-Produkt unverändert – jedoch nun aus Aachen heraus – anzubieten. Das kombinierte Produktportfolio von Parsytec und ISRA ist in den Bereichen Glas, Banknoten-Papier, Stahl, Papier und Plastik (Folien und Vliesstoffe) marktführend.

Zu den Produkten von Parsytec gehörten die folgenden parallelen Systeme:

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Megaframe

  • gebaut ab 1987
  • Steckkarte zur Erweiterung eines PCs, als MTM-2 mit 2 Transputern oder als VMTM mit 4 Transputern
  • T-414 (20 MHz) mit optionalem Motorola MC-68881 Co-Prozessor
  • ersetzt durch Inmos T-800 (20 MHz)
  • bis 256 Prozessoren
  • 1 MByte Hauptspeicher pro Prozessor
  • Kommunikationsgeschwindigkeit 20 MBit/s

[Bearbeiten] Multicluster

  • ca. 1987
  • Multicluster-2 mit Inmos T-800
  • Multicluster-3 mit Inmos T-805 (25 MHz)
  • bis 64 Prozessoren
  • Kommunikationsgeschwindigkeit 20 MBit/s
  • Gitter-Topologie
  • HELIOS Betriebssystem

[Bearbeiten] SuperCluster

  • gebaut ab 1988
  • MIMD-Architektur (Multiple Instruction Multiple Data)
  • Inmos T-800 (25 MHz)
  • bis 1000 Prozessoren
  • Helios Betriebssystem, Programmierung in Occam
  • frei konfigurierbares Netzwerk vom Grad 4
  • als SC-320 mit 320 Transputern im Forschungsinstitut PC2 an der Universität Paderborn betrieben (Hauptspeicher 1,25 GByte, Gesamtrechenleistung 1,1 GFLOPS)

[Bearbeiten] GC

siehe auch Hauptartikel Parsytec GC
  • gebaut ab 1991
  • Inmos T-805 (30 MHz)
  • 64 bis 16384 Prozessoren
  • Kommunikationsgeschwindigkeit 20 MBit/s
  • PARIX Betriebssystem
  • GCel-1024, ebenfalls PC2, das damals grösste Multitransputer System in Europa mit 1024 Knoten, 4 GByte memory, Rang 259 in der TOP 500 Liste.

[Bearbeiten] XPlorer

  • gebaut ab 1993
  • Inmos T-801
  • bis 16 Prozessoren

[Bearbeiten] PowerXPlorer

Ein PowerXPlorer mit vier Prozessoren zwischen Sun-Workstations
Ein PowerXPlorer mit vier Prozessoren zwischen Sun-Workstations
  • gebaut ab 1994
  • Motorola PowerPC 601 (66 MHz oder 80 MHz)
  • Inmos T-805 für die Kommunikation
  • 4 Prozessoren
  • als 2x2-Netzwerk verschaltet
  • Kommunikationsgeschwindigkeit 20 MBit/s

[Bearbeiten] GC PowerPlus (GC/PP)

  • gebaut ab 1994
  • zwei Motorola PowerPC 601 (80 MHz) pro Knoten
  • vier Inmos T-805 pro Knoten für die Kommunikation
  • Kommunikationsgeschwindigkeit 20 MBit/s
  • Kommunikationsnetzwerk: zweidimensionales Fat Mesh
  • 32 bis 1024 Knoten
  • PARIX Betriebssystem

[Bearbeiten] CC

CC-System mit 48 Prozessoren im Rack
CC-System mit 48 Prozessoren im Rack
  • CC steht für Cognitive Computing
  • gebaut ab 1996
  • Motorola PowerPC 604 (133 MHz, evtl. auch mit 100 MHz)
  • Kommunikationsnetzwerk: Fat Mesh of Clos
  • PARIX Betriebssystem

[Bearbeiten] Weblinks

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