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Cebit 2007 - Produkte, Gespräche und Trends (5/13)

Intel Corporation

Ein weiterer Termin auf der CeBIT 2007 führte uns zum Intel Corporation Stand B42 in Halle 21. Am Stand erwarteten uns die „Intel Racing Tour“ Girls, welche bereits aus einiger Entfernung zu erkennen waren. Mit blauen Haaren, weißen Intel-Overalls und den traditionellen Intel-Tüten sorgten sie auch hier für Besucherandrang. Der Stand an sich war zweigeteilt. Auf der einen Hälfte präsentierte Intel seine Core 2 Duo, Extreme und Quad Prozessoren in entsprechenden Testsystemen, in der anderen Standhälfte befand sich die Giga2-Arena mit (eSport-) Showkämpfen und Liveübertragung.

Cebit 2007 - Produkte, Gespräche und Trends Cebit 2007 - Produkte, Gespräche und Trends

Auch hier hatten wir die Möglichkeit mit Martin Strobel, Pressesprecher von Intel, ein Interview zu führen.

Hardware-Aktuell: Was ist Highlight auf der CeBIT 2007?

Martin Strobel

Martin Strobel: Hier unten natürlich unser Stand. Wir haben hier eine große Gamingpräsens und damit begeistern wir die Leute. Wie man hört ist da draußen einiges los, aber wenn wir uns einmal die Produkte angucken, haben wir da verschiedene, welche Highlight sind. Zum einen führen wir eine neue Plattform im Notebookbereich ein, die hat den Codenamen Santa Rosa. Santa Rosa ist eine Plattform, die Komponenten beinhaltet, die in Zukunft dann wieder zur Intel Centrino Duo Mobil Technologie gehören. Neu sein wird zum einen ein W-Lan-Modul, welches auf den neuen Standard 802.11n basiert. Der Unterschied zu früheren Modulen ist, dass das neue Modul drei Antennen hat anstelle von zwei. Die Technologie, die man damit nutzen kann, ist „MIMO“ (Multiple Input Multiple Output). Weiter macht man so genanntes „Channel Bonding“, wobei mehrere Kanäle gebündelt zur Übertragung von Daten zur Verfügung stehen. Dadurch hat man die fünffache Bandbreite zur Verfügung als bei vorherigen W-Lan-Modulen, also 300 MBit/s und die doppelte Reichweite.

Cebit 2007 - Produkte, Gespräche und Trends

Hardware-Aktuell: Die Spezifikationen des W-Lan Standards 802.11n wurde noch nicht endgültig verabschiedet. Kann es da sein, dass es hardwaretechnisch noch Änderungen geben wird?

Martin Strobel: Was noch für Veränderungen kommen werden, kann ich nicht vorher sagen, aber dadurch, dass wir in der Organisation Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) mit involviert sind, haben wir Einfluss darauf, wie der Standard letzten Endes aussieht und wir möchten es natürlich dem Kunden so einfach wie möglich machen. Aber wie nachher der Übergang zum finalen Standard aussieht, dass wissen wir heute noch nicht. Wir hoffen, dass es einfach zum Beispiel mit einem Firmwareupdate möglich sein wird.

Hardware-Aktuell: Wie hat sich der Prozessormarkt für Intel weltweit im Vergleich zu den eigenen Prognosen und im Vergleich zu anderen Unternehmen entwickelt?

Martin Strobel: Sehr gut, wir haben ja im Jahre 2005 die DualCore Prozessoren eingeführt und ich glaube 90 Prozent der Prozessoren, die wir ausliefern, sind DualCore Prozessoren. Damit sind wir sehr zufrieden. Die Kunden, ob es nun Industriekunden sind, die Server kaufen, oder ob es die Privatkunden sind, wie ich in meinem Heimumfeld, sind begeistert von den neuen Prozessoren. Die verkaufen sich ganz gut und wir sind sehr zufrieden damit. Dazu kommt noch, dass wir im letzten Jahr schon QuadCore Prozessoren eingeführt haben, die nächste Generation.

Hardware-Aktuell: Was nehmen Sie sich in Sachen Unternehmensstrategie in diesem Jahr speziell im Prozessorbereich vor?

Martin Strobel: Die Strukturgröße auf aktuellen Prozessoren ist 65nm. Was dieses Jahr noch passiert, ist, dass wir den Schritt gehen zu 45nm, also wir reduzieren die Größe der Transistoren noch ein Mal erheblich und im zweiten Halbjahr 2007 wird es die ersten Prozessoren, basierend auf 45nm geben. Diese haben heute noch den Codenamen Penryn. Hier wird es Veränderungen geben, was Cachegrößen, die Taktfrequenz und den Front Side Bus anbelangt. Da wird sich einiges tun.

Hardware-Aktuell: Was gut ist, ist teuer. Stimmen Sie dem zu?

Martin Strobel: Sagen wir es so. Was gut ist, ist teuer, ja, auf der einen Seite ist das richtig. Immer wenn wir ein Produkt zu erst einführen, beispielsweise unsere Core 2 Extreme Prozessoren, sind diese preislich immer oben angesiedelt. Die haben ein paar Funktionen, die die günstigeren Prozessoren nicht haben, wie zum Beispiel die Möglichkeit sie durch den Multiplikator zu übertakten. Mit einem solchem Modell ist man früh mit der Leistung dort, wo man mit günstigeren Produkten nicht sein kann.

Hardware-Aktuell: Mit welchen Core 2 Modellen können wir in der nächsten Zeit rechnen?

Martin Strobel: Wie bereits gesagt, wird es dieses Jahr noch 45nm Prozessoren geben. Ab dem dritten Quartal 2007 wird es in dem Bereich Core 2 Extreme auch keine DualCore Prozessoren mehr geben, sondern (das Branding) Core 2 Extreme wird nur noch den QuadCore Prozessoren vorbehalten sein. Dann wird es Prozessoren aus der Core 2 Duo E6x50 Serie geben, also es kommt eine neue Prozessorreihe raus. Diese Prozessoren werden einen höheren Front Side Bus haben.

Hardware-Aktuell: Vielen Dank für das Interview.
 

 
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