Hardwarehersteller

Olympus

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Dieser Artikel behandelt die japanische Firma Olympus. Für weitere Bedeutungen siehe Olympos.
Olympus Corporation
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1919
Unternehmenssitz Tokyo, Japan
Unternehmensleitung

Tsuyoshi Kikukawa

Mitarbeiter 2.907 (April 2005)
Umsatz 813 Mrd. Yen (März 2005)
Branche Optik- und Fotoindustrie
Website http://olympus-global.com

Das Unternehmen Olympus (Jap: オリンパス株式会社), gelistet im Nikkei 225, ist ein japanischer Hersteller optischer Geräte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Produktpalette

Zu seinem Produktportfolio gehören analoge sowie digitale Kameras wie die Olympus E-1, die weltweit erste Kamera im Four-Thirds-Standard. Daneben bietet Olympus starre sowie flexible Endoskope, Mikroskope sowie Analysensysteme und Sortierroboter [1] für die Labordiagnostik [2] an. und ist marktführenden im Bereich digitaler Diktiergeräte.

[Bearbeiten] Analoge Sucherkameras / Geschichte

Olympus XA
Olympus XA

Olympus schuf mit den Sucherkameras der Modellreihen Trip und Pen (für Halbformat) einige der am längsten produzierten Kamerareihen überhaupt. Mit der bekannten XA-Reihe (XA1, XA, XA2, XA3 und XA4) brachte Olympus eine kompakte, gut gestaltete Sucherkamera mit guten technischen Eigenschaften und Kunststoffgehäuse auf den Markt, die als eine der ersten modernen Serienkameras einen fest angebauten, und damit unverlierbaren, Schutzschieber besaß, der nicht nur das Objektiv schützte sondern zugleich erst beim Öffnen die Belichtungsmessung aktivierte und den Auslöser freigab.

Bemerkenswert sind auch die Objektive selbst die, angesichts ihrer hervorragenden optischen Eigenschaften und der Lichtstärke, sehr kurz und kompakt gebaut sind. Dadurch bleiben sie auch in aufnahmebereiter Position mit der Frontlinse merklich hinter der vom Objektivschieber und seinem Gegenstück gebildeten Ebene und sind dadurch bis zu einem gewissen Grad gegen mechanische Angriffe und Streulicht geschützt.

Ein Blitz wurde serienmäßig mitgeliefert und kann per Gewindeschraube seitlich am Kameragehäuse angebracht werden. Die Anbringung, weit von der optischen Achse des Objektivs, führt dazu, dass die Ausleuchtung für eine Kompaktkamera recht plastisch ist und die lästigen roten Augen zuverlässig verhindert werden.

Als Nachfolger der XA-Modelle wurde 1991 die µ-1 mit Autofokus, integriertem Blitz und motorischem Filmtransport eingeführt und bis 1996 produziert. Seit 1996 wird deren Nachfolgemodell µ-II angeboten, welche bis heute die meistverkaufte Kompaktkamera für 35-mm-Film geworden ist. Als Objektiv ist ein Zuiko 35/2,8 montiert, welches zum Transport im Kameragehäuse versenkt und erst beim Auslösen in seine Schärfeposition ausgefahren wird.

[Bearbeiten] Analoge Spiegelreflexkameras

Olympus bot mit dem OM-Kamerasystem eine Palette besonders kompakter Spiegelreflexkameras an. Letztes und modernstes Modell war die OM-4 Ti. Besonderes Merkmal war das hochentwickelte Blitzsystem, mit dem erstmals Vollsynchronblitzen mit Schlitzverschluss bis 1/2000 s möglich wurde. Darüber hinaus ist das ausgefeilte Makroblitzzubehör ein besonderes Merkmal des Olympus-Systems.

Nach dem Ende der Spiegelreflex-Systemkameras konzentrierte sich Olympus auf Bridge-Kameras der IS-Serien 10, 100 und 1000.

Erwähnenswert ist auch eine der ersten Halbformat-Spiegelreflexkameras, die kompakte Pen F Systemfamilie mit Pentaprismensucher.

Olympus E-1
Olympus E-1

[Bearbeiten] Digitale Spiegelreflexkameras

[Bearbeiten] Digitaltechnik – Four-Thirds-Standard

Nach längerer Abstinenz im Bereich der Spiegelreflexfotografie entwickelte Olympus in Zusammenarbeit mit Kodak einen neuen Standard für digitale Spiegelreflexkameras, den Four-Thirds-Standard, auf dem das Olympus E-System basiert.

Alle digitalen Spiegelreflexkameras sowie die aktuellen Zuiko-Wechselobjektive von Olympus entsprechen den Vorgaben des Four-Thirds-Standards.

[Bearbeiten] Mikroskopie

Für die Industrie sowie den biologisch-medizinischen Bereich ist Olympus neben Zeiss, Leica und Nikon ein bekannter Anbieter hochwertiger Stereomikroskope und Lichtmikroskope. Das Unternehmen entwickelt auch Laser-Scanning-Mikroskope. Zunehmend etabliert sich Olympus in der molekularbiologischen und -medizinischen Forschung als Anbieter von High-Content-Screening-Systemen. Dazu gehören die Laser-Scanning-Cytometry und die Single-Molecule-Correlation-Spektroskopie (Fluoreszenz-Korrelations-Spektroskopie).

[Bearbeiten] Historie

Olympus 35 DC von 1971
Olympus 35 DC von 1971
  • 1919 – Olympus wurde in Japan als Takachiho Seisakusho gegründet
  • 1921 – Olympus zum ersten Mal als Markenname verwendet
  • 1935 – Mizuho Optical Research Center zur Erforschung von Kameralinsen eröffnet
  • 1949 – Firmenname geändert in Olympus Co., Ltd.
  • 1954 – Gründung von Winter & Ibe in Hamburg
  • 1963 – Olympus Europa GmbH in Hamburg gegründet
  • 1968 – Olympus Corporation of America gegründet
  • 1974 – Olympus Sverige AB (Schweden) gegründet
  • 1975 – Olympus UK Ltd. (Großbritannien) gegründet
  • 1975 – Forschungs- und Entwicklungsvertrag zwischen Winter & Ibe und Olympus Co., Tokyo
  • 1976 – Olympus Nederland B.V. (Niederlande) gegründet
  • 1977 – Olympus Camera Corporation in U.S.A. gegründet
  • 1978 – Keymed Ltd. schließen sich der Olympus-Gruppe an
  • 1979 – Olympus Winter & Ibe GmbH und Son Ciné Optique Photo S.A. schließen sich der Olympus-Gruppe an
  • 1979 – Fusion von Winter & Ibe mit Olympus
  • 1982 – Olympus Austria Ges.m.b.H. (Österreich) gegründet
  • 1985 – Olympus Schweiz AG gegründet
  • 1991 – Olympus C&S, Prag und Olympus Trgovacko Poduzece, Zagreb
  • 1992 – Strategische Allianz von Olympus und Ethicon Endo Surgery in M.I.S
  • 1993 – Flemming GmbH schließt sich der Olympus-Gruppe an. Olympus Danmark A/S und Olympus Norge A/S gegründet
  • 1994 – Olympus Diagnostice GmbH und Olympus Software Europe GmbH gegründet
  • 1995 – Olympus Italia S.r.L. gegründet
  • 1996 – Olympus Endo-Repair Europe GmbH gegründet
  • 1997 – Olympus Polska SP. Z.O.O. und Olympus Hungary KFT. gegründet
  • 2000 - Olympus Medical Care (Hungary) Kft gegründet
  • 2001 - Olympus BioSystems GmbH gegründet
  • 2004 - Mehrheitsbeteiligung an der Celon AG und Gründung Olympus Belgium
  • 2005 - Neuorganisation von Olympus Europa unter dem Dach der Olympus Europa Holding GmbH und Übernahme der Advalytix AG

[Bearbeiten] Weblinks

  • Commons
     Commons: Olympus – Bilder, Videos und Audiodateien
  • olympus.de – Offizielle deutsche Website von Olympus
  • Olypedia – Das oly-e.de Olympus-Wiki
  • oly-e.de – Der Treffpunkt für Nutzer der Olympus-E-System-Kameras
  • dkamera.de – Testberichte zu Olympus-Digitalkameras

[Bearbeiten] Quellen

  1. Olympus Laborautomation
  2. Olympus Diagnostika
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