Beowulf ist ein Cluster, der unter dem freien Betriebssystem Linux oder BSD läuft. Mittlerweile gibt es auch spezielle Linux-Versionen für Cluster wie beispielsweise ClusterKnoppix.
„Beowulf“ ist nicht die Bezeichnung für eine bestimmte Software, sondern bezeichnet vielmehr den Aufbau des Clusters, der aus vernetzten ladenüblichen Personalcomputern (Class I Cluster, siehe auch Off-The-Shelf-Computer) oder auch aus spezialisierter Hardware besteht (Class 2 Cluster). Die einzelnen Rechner kommunizieren über TCP/IP. Dabei ermöglicht es Software wie Message Passing Interface und PVM, Rechenoperationen aufzuteilen. Die Leistungsfähigkeit lässt sich durch das Hinzufügen weiterer Rechner steigern.
Das „Beowulf-Projekt“ wurde 1994 von Donald Becker und Thomas Sterling ins Leben gerufen, um eine sowohl kostengünstige als auch leistungsfähige Alternative zu Supercomputern zu entwickeln. Heute werden Beowulf-Rechner z. B. zur Forschung an Universitäten eingesetzt. So unterhielt z. B. das Rechenzentrum der TU Chemnitz den Beowulf-Cluster „CLIC“, der von der Chemnitzer Megware im Jahr 2000 installiert wurde. Dieser ging im Sommer 2007 außer Betrieb, da er durch einen neuen Hochleistungsrechner ersetzt wurde.
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