Die Magnetkarte ist ein Speichermedium der frühen Taschenrechner, eingeführt von Hewlett Packard im HP-65 (1972) und im HP-67 / 97 (ab 1975) sowie HP-41C (ab 1979) genutzt. Auch Texas Instruments übernahm diese Art der Speicherung in den Modellen SR-52 und TI-59.
Da zu dieser Zeit Permanentspeicher noch nicht verfügbar waren und die Speicherchips entsprechend klein ausfielen (HP-65: 100 Bytes; HP-67/97: 224 Bytes; HP-41C in der Grundausstattung 448 Bytes), war dies die einzige Möglichkeit, Programme und Daten auch nach dem Abschalten des Rechners zu sichern.
Das Bild zeigt drei Magnetkarten (die 1-Cent-Münze dient als Größenvergleich):
Die magnetische Schicht befindet sich auf der Rückseite. Die Technologie besteht aus einem Lesekopf (verwandt mit damaligen Kassettenrekorder), der zwei Spuren schrieb. Weil diese Spuren versetzt zur Mitte verliefen und nicht die gesamte Magnetkarte füllten, konnte man die Karte umdrehen und mit dem anderen Ende zum Beschreiben einschieben (siehe die Markierungen 1 und 2 auf den Karten). Ein Motor sorgte für den gleichmäßigen Vorschub der Karte und führte diese am Lesekopf vorbei.
Anfang der 1980er Jahre bot HP auch den HP-71 an, der über längere Karten verfügte, aber ohne Motor auskam. Dadurch sank der Energieverbrauch erheblich, zumal die damaligen NiCd-Akkus deutlich unter den heutigen Kapazitäten lagen und entsprechend schnell bei Motorbetrieb entladen wurden.
Das Abschneiden der Ecken bewirkte einen Schreibschutz, entsprechend beschnittene Karten konnten nur durch zusätzliche Maßnahmen überschrieben werden.
Die Bezeichnung „Magnetkarte“ ist auch für Magnetstreifenkarten nach ISO 7810 gebräuchlich.
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